So findest du das sicherste Fahrradschloss!

Wer sein Fahrrad liebt, der schließt es mit einem hochwertigen Fahrradschloss ab. Denn nichts ist schlimmer für einen Fahrradfahrer, als sein Fahrrad nicht mehr an dem Ort zu finden, an welchem man es abgestellt hat.

Geringe Aufklärungsquoten und steigende Diebstahlzahlen machen stolzen Fahrradbesitzern wenig Hoffnung. Vor allem in Ballungsgebieten wie Berlin ist die Gefahr eines ungewollten Besitzerwechsels deutlich erhöht. Doch wie schützt man sein liebstes Fahrrad?

Die Erfahrung der Polizei und des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) zeigt, dass Diebe meistens nicht mehr als drei Minuten für den Aufbruchversuch aufwenden. Nach dieser Zeitspanne suchen Fahrraddiebe meist das Weite, da sie fürchten, zu viel Aufmerksamkeit beim Knacken des Fahrradschlosses zu erregen. Generell gilt aber: Wenn ein Dieb das Fahrrad bekommen möchte, dann bekommt er es auch. Wir können nur dafür sorgen, es den Dieben so schwer wie möglich zu machen. Wie du das perfekte Fahrradschloss für dich und dein Fahrrad findest zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Das richtige Fahrradschloss finden

Ein gutes Fahrradschloss zu finden ist garnicht so einfach. Es gibt viele verschiedene Arten, sein Rad zu sichern. Doch welches ist das Beste und noch wichtiger, das sicherste? Und auf was muss ich beim Kauf des Schlosses beachten? Als erstes geht es darum, die richtige Variante zu finden. Damit du einen besseren Überblick bekommst, welche Eigenschaften die unterschiedlichen Schlösser haben, haben wir für dich eine kleine Übersicht erstellt.

Der Klassiker: Das Spiralschloss

Von Fahrradverkäufern werden sie liebevoll “Geschenkband“ genannt. Denn sie bieten kaum Schutz. Mit einem einfachen Bolzenschneider sind sie schnell durchtrennt und schon wechselt das Fahrrad ganz unauffällig den Besitzer. Diese Schlösser bieten lediglich schützt vor Gelegenheitsdieben, die schnell ein Fahrrad zum Fahren benötigen. Wenn man sein Fahrrad mit diesem Fahrradschloss abschließt, muss man es definitiv weiter im Blick haben. Unbeaufsichtigt kann man es aber nicht stehen lassen. Außerdem kann man dieses Schloss als zusätzliche Sicherung für Zubehör oder Laufräder, die nur mit einem Schnellspanner befestigt sind, verwenden.

Rahmenschloss

Eine der älteren Arten, sein Fahrrad vor ungewollten Mitfahrern zu schützen und ist heute noch an Vintagefahrrädern zu sehen. Ähnlich wie das Spiralschloss schützt es aber lediglich vor dem schnellen Wegfahren, nicht aber vor Wegtragen oder wegrollen. Zudem kann es mit dem richtigen Kraftaufwand einfach aufgebrochen werden. Auch mit diesem Schloss kann man sein Fahrrad nicht unbeaufsichtigt stehen lassen.

Kettenschloss

Schon deutlich sicherer sind Kettenschlösser. Sie bestehen aus einer dicken Stahlkette, die zum Schutz meist mit Nylon ummantelt sind. Mit so einem Fahrradschloss kann man sein Fahrrad an einem festen Punkt, wie einem Fahrradständer oder einer Laterne anbinden. So wird das wegtragen des Fahrrads verhindert. Hier kommt es vor allem auf die Dicke der Glieder an. Je dicker diese sind, desto sicherer sind die Schlösser. Allerdings werden sie mit zunehmenden Umfang auch immer Schwerer. bis zu 5 Kilo können Kettenschlösser wiegen.

Faltschloss

Wie es der Name schon vermuten lässt, lassen sich Faltschlösser, ähnlich wie ein Meterstab, zusammenfalten. Dies macht sie besonders handlich und flexibel einsetzbar. Mit den langen Modellen kann man das Schoss überall, sogar an Straßenlaternen, anschließen. Es ist so auch möglich, mehrere Fahrräder zusammen abzusperren. Die leichten Schlösser kann man bequem am Rahmen montieren und hat so immer ein Fahrradschloss dabei. Daher eigenen sie sich perfekt für denn Alltag, wie zum Beispiel den täglichen Weg ins Büro. Dank ihres komplexen Aufbaus, halten diese Schlösser Bolzenschneidern besonders gut stand, sind aber auch teurer. Hier sollte auch nicht gespart werden, denn bei minderer Qualität werden die Verbindungen schnell zur Schwachstelle für Fahrraddiebe.

Bügelschloss

Sie gelten als die sicherste Variante, sein Fahrrad abzusperren. Das Schloss besteht aus einem U-Profil  aus gehärtetem Stahl und einem Gegenstück, welches das Schloss dann verschließt. Die stabilen Stahlbügel sind ab einem Durchmesser von 15 mm nahezu unknackbar. Durch den starren Bügel ist es allerdings oft schwerer, einen geeigneten und sicheren Ort zum Abstellen des Fahrrads zu finden.  Daher bieten einige Hersteller von Bügelschlössern eine Erweiterung mit dicken Stahlseilen. Diese bieten aber nur eine zusätzliche Erweiterung. Der Hauptteil, nämlich der Rahmen des Fahrrads, ist trotzdem mit dem Bügel zu sichern. Nichts desto trotz bleiben Bügelschlösser aufgrund ihrer robusten Bauart die bisher sichersten auf dem Markt. 

Alarmschloss

Sie sind eine der Innovationen, die in den letzten Jahren immer gefragter sind. Fahrradschlösser mit integrierter Alarmanlage. Hier gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Varianten. Sowohl bei Bügel- oder Faltschlössern, als auch bei Spiral- und Kettenschlössern gibt es Modelle mit integrierter Alarmanlage. Sie geben einen lauten und schrillen Alarmton von sich und sollen so einen potentiellen Dieb verschrecken. Ganz billig sind diese Schlösser nicht, aber sie zeigen Wirkung und sind gerade bei sehr hochwertigen Fahrrädern eine Überlegung wert.

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Schlüssel- oder Zahlenschloss

Fahrradschloss mit Zahlen
Schlüssel vergessen? kein Problem mit Zahlenschlössern!

Ein Zahlenschloss bietet  den Vorteil, dass man den Schlüssel nicht vergessen kann. Hier muss sich lediglich eine Kombination gemerkt werden. Diese kann individuell eingestellt und jederzeit, z.B. nach dem Verleih von Fahrrad und Schloss, geändert werden. Auch mit Lockpicking kommt man bei Zahlenschlössern nicht weit, da sie keinen Schließzylinder haben. Bestenfalls wählst du ein Schloss mit 5 Stellen, um so ein “Öffnen durch Versuch” zu erschweren. Ist das Fahrrad speziell versichert, informiere dich vorher, welche Richtlinien deine Fahrradversicherung beim Fahrradschloss vorgibt.

Bei einem Schloss, welches mit einem Schlüssel auf- und abgeschlossen wird, solltest du besonders auf einen gut verarbeiteten Schließzylinder achten. Gute Schlösser haben zusätzlich eine Abdeckung über der Zylinderöffnung. Zum einen als Schmutzabwehr, zum anderen als Hindernis gegen Lockpicking. Beim Lockpicking wird mit Hilfe von professionellen Werkzeugen versucht, die Bolzen innerhalb des Schlosses in die richtige Position zu drücken und so das Schloss dann zu öffnen.  Hochwertige Schließzylinder sog. Drehscheibenzylinder machen Lockpicking fast unmöglich. Hier wird das Schloss durch Verschieben der einzelnen Drehscheiben geöffnet. Mit dem klassischen Lockpicking Werkzeug kommt man hier nicht weit. Man benötigt hier einen Spezialschlüssel vom Hersteller, der dann auch nur für eine bestimmte Schlösserserie funktioniert.

Was kostet ein gutes Fahrradschloss?

Eine Faustregel besagt, dass ein Fahrradschloss immer 10% des Fahrradpreises kosten sollte. Kaufe ich mir also ein tolles Mountainbike für 1500EUR sollte ich für ein gutes Schloss auch um die 150EUR ausgeben. Ein hochwertiges Schloss hat auch seinen Preis. Und gerade bei neuen Fahrrädern, welche für Diebe besonders attraktiv sind, solltest du auch das Geld in die Hand nehmen, um so einen potentiellen Diebstahl zu verhindern. Zusätzlich zum Preis ist es wichtig, auch auf offizielle Prüfsiegel vom VDS, dem ADFC oder von der Stiftung Warentest achten. Diese Institute testen die Schlösser regelmäßig auf ihre Sicherheit. Auch die Hersteller überprüfen die Sicherheit ihrer Schlösser und ordnen diese dann in Sicherheitsstufen ein. Diese sind aber von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Solltest du dich unsicher Fühlen, dann lass dich einfach von unseren kompetenten Partnern vor Ort beraten.

Ein Schloss oder doch lieber zwei?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der schließt sein Fahrrad mit zwei Schlössern verschiedenster Bauarten ab. Das erschwert den Langfingern das Knacken zusätzlich, da diese meist nur auf einen bestimmten Schlosstypen spezialisiert sind und das Knacken von zwei hochwertigen Schlössern deutlich über drei Minuten dauert.

Checkliste zum Kauf eines Fahrradschlosses

  • Wert des Fahrrads berücksichtigen
  • Schlüssel oder Zahlenkombination wählen
  • passende Schlossvariante finden
  • hochwertige Qualität dem Preis entsprechend
  • Sicherheitsstufen der Hersteller beachten
  • offizielles Prüfsiegel vorhanden

Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen

Neben einem Schloss gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie du dein Fahrrad schützen kannst. Die Polizei Berlin bietet beispielsweise die Möglichkeit, das Fahrrad zu Registrieren und zu kennzeichnen. So kann es im Falle eines Diebstahls oder Verlusts eindeutig zugeordnet werden, sollte es wieder auftauchen. Erkundige dich einfach bei deiner Stadt, ob auch sort die Möglichkeit besteht, das Fahrrad bei der Polizei zu registrieren.

Oder du registrierst dein Fahrrad beim ADFC. Auch hier bekommt dein Fahrrad einen individuellen Code, anhand dessen die Polizei im Verlustfall den Eigentümer zweifelsfrei feststellen kann. Um dein Fahrrad beim ADFC zu registrieren klicke hier.

Zudem kannst du bei speziellen Versicherungen, wie BIKMO, eine spezielle Fahrrad-Versicherung abschließen. Hier musst du nur darauf achten, unter welchen Umständen dein Fahrrad versichert ist und unter welchen nicht. Es ist außerdem ratsam, dass du dir die Rahmennummer deines Fahrrads notierst und zusammen mit der Rechnung gut aufbewahrst. So kannst du immer nachweisen, dass dein Fahrrad auch wirklich dir gehört.

Was tun, wenn das Fahrrad geklaut wurde

Ja es ist ärgerlich. Man hat das Fahrrad abgeschlossen, sogar mit zwei unterschiedlichen Schlössern und trotzdem ist es weg. Ich selbst habe diese Erfahrung schon einmal machen müssen. Nach gerade einmal sechs Monaten wurde mein nagelneues Mountainbike aus dem Innenhof meines Wohnhauses geklaut. Und ich war nicht allein. Auch das neue Rennrad meines Nachbarn war weg. Hier waren also Profis am Werk, denn nur die hochwertigsten Fahrräder wurden entwendet.

Nach einem Diebstahl zur Polizei gehen lohnt sich, denn nur so zahlt auch die Versicherung!

Doch was jetzt? Mein Fahrrad war über meine Hausratversicherung mit versichert. Um dort den Schaden melden zu können, musste ich den Diebstahl bei der Polizei melden. Das geht auch ziemlich schnell und unkompliziert, denn gerade in Großstädten ist das kein Einzelfall. Die Hoffnung es wieder zu bekommen, hat mir der nette Polizist aber gleich genommen. Denn die Aufklärungsrate bei Fahrraddiebstählen ist verschwindend gering. Am besten bringst du auch gleich alle Unterlagen, wie die Rahmennummer und eine Rechnung des Fahrrads, mit. So beschleunigst du den Vorgang und kannst den Schaden schneller bei deiner Versicherung melden.  Die Bestätigung meiner Anzeige habe ich dann an meine Versicherung geschickt und den Verkehrswert des Fahrrads erstattet bekommen. Da es so gut wie neu war und kaum gefahren, gab es den kompletten Kaufpreis zurück. Was bleibt ist die Trauer über das verlorene Rad und die Gewissheit, sich erstmal kein neues Rad zu kaufen, sondern auf ein gutes Gebrauchtes zurückzugreifen.

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