Fahrrad fahren lernen mit Woom-Kinderrädern

In fünf Schritten Fahrradfahren lernen

Wir alle haben sicher Erinnerungen daran, wie wir nach mehreren Wochen mit Stützrädern endlich die ersten Meter ohne gefahren sind. Meist mit der Unterstützung unserer Eltern, die anfeuernd hinter uns hergelaufen sind. Es gibt sicherlich Parallelen zu den jetzigen Anfängen, dennoch hat sich im Laufe der Zeit einiges in Sachen Kinderfahrrad und Fahrradfahren lernen getan.

Heutzutage wird viel mehr auf die individuellen Bedürfnisse und den Entwicklungstand der Kinder geachtet. Viele Kleinkinder werden in der Entwicklung der Beweglichkeit und der Koordination schon früh gefördert. Das sieht man unter anderem an den vielen Laufrädern, die man in den kinderreichen Gegenden sieht! Diese sind meist der Einstieg in die Welt der Fahrräder und des Fahrradfahrens.

Ab wann können Kinder Fahrradfahren lernen

Aber wann ist ein Umstieg vom Laufrad auf ein Kinderrad sinnvoll? Auch hier entscheiden das quasi die Kinder. Denn auch der Erfolg beim Fahrradfahren lernen hängt stark vom motorischen Entwicklungsstand des Kindes ab. Die meisten Kinder sind zwischen drei und vier Jahre alt, wenn sie Fahrradfahren lernen.  Es gilt also: Kein Falscher Ehrgeiz, jedes Kind ist individuell. Und schließlich haben wir alle früher oder später das Fahrradfahren gelernt.

Radfahren richtig beibringen

Für die ersten Versuche auf dem neuen Kinderrad solltet ihr euch am besten einen verkehrsfreien, ebenerdigen Platz ohne große Ablenkung suchen. Hierfür bietet sich z.B. ein leerer Parkplatz (perfekt am Wochenende) oder eine Spielstraße an. Vor den ersten Versuchen sollet ihr euren Kindern natürlich die nötige Schutzkleidung anziehen. Also lange, stabile Kleidung und noch viel wichtiger: einen hochwertigen Kinder-Fahrradhelm.

Bruder hilf Schwester beim Fahrradhelm verschließen.
Auch große Geschwister können beim Fahrradfahren lernen als Vorbild dienen.

1. Das Fahrrad verstehen

Ein Kind ist grundsätzlich neugierig und versteht durchaus die Mechanik hinter dem Fahrrad Fahren. Erklärt eurem Kind einfach, dass sich der Hinterreifen bewegt, wenn es in die Pedale tritt. Ihr könnt eurem Kind das ganze auch einmal vorführen So sieht es, was es zum Vorankommen machen muss.

2. Die Vorbereitungen

Das Fahrrad muss an die Ergonomie eures Kindes angepasst sein. Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass euer Kind sitzend mit beiden Beinen einfach den Boden erreicht. Die Fersen können dabei leicht in der Luft sein.

3. Los geht’s!

Fürs Anfahren empfehlen wir, die Kinder nur kurz anzuschubsen und dann loszulassen, anstatt sie durchgehend zu schieben. So werden die Kinder zum Treten der Pedale motiviert. Geht es noch nicht ganz ohne Hilfe, dann haltet euer Kind fest, nicht das Fahrrad. Am besten stützt ihr euer Kind mit einer Hand am Rücken und lauft neben dem Fahrrad her.

Warum ihr dabei auf Stützräder verzichten solltet, das erklären wir euch hier.

4. Stehen geblieben!

Richtig bremsen will geübt sein. Bleibt deshalb am Anfang immer in der Nähe des Kindes. Am Besten erklärt ihr eurem Kind vor dem Losfahren, wie es die Bremsen am besten nutzt. Vom Laufrad kennen die Kids das Bremsen mit den Füßen. Für das Fahrrad gilt aber: Erst bremsen, dann Füße auf den Boden. Clever gelöst hat das auch die Fahrradmarke Woom: Bei den Kinderrädern von Woom ist die Hinterradbremse grün lackiert. So können die Kinder die beiden Bremsen einfacher unterscheiden.

5. Alleine die Welt entdecken!

Um alleine loszufahren hilft es, das dominante Bein des Kindes herauszufinden. Mit diesem Bein wird dann auch als erstes in die Pedale getreten. Dabei ist das Pedal auf er 13 Uhr Stellung. Oder ihr lasst eure Kinder mit den Beinen Schwung holen und bei einem guten Tempo mit dem Treten beginnen. Egal wie ihr es löst, wichtig ist, dass es eurem Kind Spaß macht.

Ihr seid noch auf der Suche nach dem perfekten Kinderrad? Unsere Händler beraten euch gerne!

Das Wichtigste bei allem ist aber: Habt beim Üben keine Angst vor Stürzen. Fahranfänger sind eher langsam unterwegs und haben auch nur eine geringe Fallhöhe. Mit Helm und Schutzkleidung kann also nichts Schlimmeres passieren. Tröstet eure Kinder und dann kann es auch schon weitergehen.

Ist die Luft raus, dann ist es sinnvoll, eine Pause zu machen und lieber an einem anderen Tag weiter zu üben. So vermeidet ihr, dass das Fahrradfahren mit großem Druck verbunden wird und eure Kinder möglicherweise sogar Angst vorm Fahrradfahren bekommen.

Kind nach einem Sturz beim Fahrradfahren lernen
Hinfallen gehört dazu, wichtig ist nur, dass eure Kinder auch wieder aufsteigen.

Verhalten im Straßenverkehr

Können sich die Kinder sicher auf dem Kinderrad halten und geradeaus fahren, dann könnt ihr auf dem Parkplatz spielerische Übungen mit einbauen. Ihr könnt z.B mit Kreide einen Straßen-Parkour mit Kurven und Haltelinien und Kreuzungen aufmalen. So lernen eure Kinder spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr. Auch Slalom- bzw. Hinderniskurse machen den Kindern meistens Spaß. Sie stärken vor allem das Gleichgewicht des Kindes und sorgen so für mehr Sicherheit auf dem Rad.

Auf die Straßen eurer Stadt sollte es erst gehen, wenn euer Kind sicher bremsen und ausweichen kann. Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Kinder ab 8 Jahren können wahlweise auch die Radwege und Fahrbahn nutzen. Bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen sie aber weiterhin den Gehweg benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, dürfen diesen auch Kinder unter acht Jahren benutzen.

Wichtig ist, dass auch Kinderräder im Straßenverkehr verkehrssicher ausgestattet sind. Dazu gehört:

  • eine Klingel
  • zwei voneinander getrennte Bremsen
  • Fahrradbeleuchtung (vorne weiß, hinten rot)
  • Reflektoren an Pedalen und je zwei Rückstrahler an jedem Rad

Achtung: Kinderräder unter 20 Zoll gelten als Spielzeug und dürfen nicht auf Radwegen verwendet werden. Sie müssen auf dem Gehweg gefahren werden.

Ihr dürft eure Kinder, die auf dem Gehweg fahren müssen (unter 8 Jahren) mit dem Fahrrad begleiten. Ihr müsst dabei aber jederzeit Rücksicht auf die Fußgänger*innen nehmen. Sollte viel los sein, ist es als sinnvoller abzusteigen und zu schieben.

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