Dein Guide für sportliche Freizeiträder

Sich mit dem Fahrrad fortzubewegen ist immer eine gute Idee. Wer das Fahrrad dann neben dem Alltag auch noch in seine Freizeit integrieren möchte, sucht schnell nach einem Allrounder oder sogar nach einem Zweitrad. Die Produktvielfalt ist auch im Sektor der Sport- und Freizeiträder riesig. Damit du bei der Auswahl deines neuen Sportpartners nicht komplett überfordert wirst, haben wir dir eine kleine Übersicht über die wichtigsten Fahrradtypen zusammengestellt.  

Das Trekkingrad – für Fahrradtouren und Radeisen

Beginnen wir mit dem Allrounder der Freizeiträder. Das Trekkkingrad ist das sportliche Pendant zum Citybike. Es ist nicht nur für die Stadt gedacht, sondern auch für Schotter- und Waldwege. Daher eignet es sich ideal für längere Fahrradtouren und Radreisen. Dafür sind Trekkingbikes auch perfekt ausgestattet: Sie verfügen über eine Vollausstattung mit fest verbautem Beleuchtungssystem, Dynamo, Gepäckträger, Ständer und Schutzbleche.  

Der Allrounder unter den Freizeiträdern

Trotzdem gibt es auch beim Trekkingrad unterschiedliche Varianten. So kann man sich z.B. auch ein Trekkingrad mit Federgabel kaufen. Das bietet sich vor allem dann an, wenn man eher abseits von geteerten Radwegen fährt und sich dabei mehr Komfort wünscht. Auch eine gefederte Sattelstütze kann für einen bequemen Sitz auf langen Touren sorgen. Geschalten wird auf einem Trekkingbike meist mit einer Kettenschaltung mit 20-30 Gängen. Steigungen sind mit einem guten Trekkingbike also kein Problem. Geht es dann wieder bergab greifen entweder hochwertige Felgenbremsen oder sportliche Scheibenbremsen.  

Rennräder – für Tempojunkies und ambitionierte Sportler

Deutlich sportlicher wird es mit dem Rennrad, denn sie sind die sportlichsten Freizeiträder. Auch hier gibt es immer mehr Varianten und es wird auch unter jungen Menschen immer beliebter. Im Kern ist ein Rennrad ein leichtes Fahrrad mit schmalen Reifen, ohne Federung und ohne Zusatzausstattung. Die meisten Rennräder haben zwei Kettenblätter vorne und bis zu 11 Gänge in der hinteren Kassette, insgesamt also mindestens 22 Gänge. Bei den Bremsen ist die Felgenbremse unter Rennradfahrenden noch beliebt, es gibt aber auch immer mehr Modelle mit einer Scheibenbremse.  

Freizeiträder für Sportbegeisterte: Rennräder
Mit einem Endurance-Rennrad auch auf Schotter sicher unterwegs!

Unterschieden wird bei Rennrädern i.d.R. zwischen Aero, Race, Endurance und Allroad. Deswegen ist es auch bei einem Rennrad wichtig, sich zu überlegen, wo man das Fahrrad hauptsächlich nutzen will. Wer z.B. besonders schnell sein will entscheidet sich am besten für ein Aero. Wie es der Name schon vermuten lässt, sind diese Bikes besonders aerodynamisch geformt, um durch einen geringeren Luftwiderstand schneller fahren zu können. Dahingegen eignen sich komfortable Endurance Rennräder eher für lange Strecken mit vielen Steigungen.  Denn auf einem Endurance sitzt man aufrechter und belastet so Rücken und Schultern deutlich weniger.

Das Race Rennrad ist das Fahrrad für die, die gerne klassische Radrennen fahren. Jemand, der auch gerne mal abseits von geteerten Wegen fahren aber dennoch nicht auf das Rennrad verzichten möchte, der entscheidet sich für den Alleskönner unter den Rennrädern: das Allroad-Rennrad.

Cyclocrosser & Gravelbikes – Freizeiträder für sportliche Langstreckentouren

Diese beiden sportlichen Bikes werden oft in einem Atemzug genannt. Beides sind Rennräder, die auch bei schlechtem Wetter und Offroad gefahren werden können. Dennoch gibt es kleine Unterschiede zwischen ihnen.  

Der Cyclocrosser ist quasi eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad. Es basiert auf der Wettkampf-Rennradgeometrie, ist also mehr Wettkampfrad als Freizeitrad, und wird gerade deshalb gerne fürs Ausdauertraining im Winter und abseits von geteerten Straßen verwendet.   

Das Gravelbike hingegen bietet mehr Komfort und ist eher im Freizeit-Bereich zu Hause. Es wird besonders gerne von jüngeren Menschen gefahren und gerne für Bikepacking Touren genutzt. Denn es bietet neben der aufrechteren Sitzposition auch die Möglichkeit, Reisetaschen und weiteres Bikepacking-Zubehör anzubringen. Dabei ist man aber trotzdem noch sportlich und schnell unterwegs.  

Auch perfekt für die Stadt: Gravelbikes
Auch wegen ihres geringen Gewichts sind Gravelbikes beliebt.

Das Mountainbike – für coole Trails und Bergtouren

Das Mountainbike ist seit Jahren eins der beliebtesten Sport- und Freizeiträder. Sie sind besonders in den Gebirgsregionen vertreten. Kein Wunder, denn dort ist auch ihr Haupt- Einsatzgebiet: Die Berge und die Trails an den Hängen, die im Winter zum Ski fahren benutzt werden. Aber auch in flacheren Gebieten gibt es Möglichkeiten, Trails zu fahren. Was bei diesen sportlichen Fahrrädern auf jeden Fall nie zu kurz kommt, ist die Action beim Biken durch den Wald und über kleine und größere Hindernisse.  

Hauptsächlich unterscheidet man bei Mountainbikes zwischen Hardtail und Fully. Dabei wird die Federung des Bikes beschrieben. Ein Fully ist voll gefedert, also sowohl die Federgabel vorne als auch der Hinterbau. Die Vollfederung sorgt dafür , dass Stöße in unebenem Gelände besser ausgeglichen werden und der Bodenkontakt besser ist. Bei einem Hardtail dagegen ist nur der vordere Teil mit einer Federgabel abgefedert. Damit ist man wendiger und schneller unterwegs.  

Mountainbikes machen nicht nur in den Bergen Spaß!
Besonders beliebt, wenn es über Stock und Stein geht: das Mountainbike.

Mittlerweile gibt es weitere Unterkategorien, die genau auf bestimmte Einsatzzwecke und Fahrstile abgestimmt sind. Dazu zählen hauptsächlich Cross-Country MTBs, All-Mountain bzw. Endouro MTBs sowie Downhill und Freeride MTBs. Während Cross-Countrys und All-Mountains eher für Rennen und Touren in den Bergen konzipiert sind, geht es bei Downhill und Freeride Bikes eher um spektakuläre Abfahrten und Sprünge. Bergauf wird in diesen Disziplinen eher geschoben oder mit dem Lift gefahren.  

BMX – für coole Stunts und Tricks

BMX steht für Bicycle Motorcross. Die gleichnamige Sportart wurde in den 60er Jahren in den USA erfunden und besteht hauptsächlich daraus, mit dem Fahrrad Tricks zu zeigen. Es gibt aber auch andere Disziplinen wie z.B. BMX Rennen.  

BMX Räder wurden extra für diese Sportart entwickelt. Die kleinen Freizeiträder haben einen sehr niedrigen Rahmen und einen hohen Lenker, der sich einmal komplett um die eigene Achse drehen lässt. Die Laufräder haben einen kleinen Durchmesser von lediglich 20 Zoll. Oft sind an am Vorder- und Hinterrad jeweils zwei Stangen befestigt. Diese sogenannten Pegs sind für die Trick-Sprünge gedacht.  

Beliebt bei Kids: BMX-Bikes
Auch Mädchen lassen sich für diesen actionreichen Sport begeistern!

Gerade bei Kindern sind die sportlichen BMX Fahrräder beliebt, denn sie sind cool und man kann sich körperlich so richtig austoben. Es fördert außerdem die Beweglichkeit und das Gleichgewicht der Kinder. Ein toller Nebeneffekt ist, dass die Kids sich draußen bewegen und Spaß am Sport erlangen. Wichtig dabei ist aber immer, nur an verkehrsberuhigten Orten oder in Skateparks zu üben, damit alle wieder sicher nach Hause kommen. Außerdem ist es sinnvoll, beim BMX fahren auch immer ein Helm zu tragen. Denn gerade beim Üben von neuen Sprüngen und Tricks geht auch gerne mal was schief.  

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